Wo Ziegen auf Bäumen wachsen

Tags drauf (13.03.2019) sind wir Richtung Agadir gefahren und haben auf einem kleinen Campingplatz (Camping Terre d’Océan) etwa 20km vor Agadir unser Lager aufgeschlagen. Der Platz soll, was die Sanitäranlagen und die Ver- und Entsorgung anbelangt, angeblich der schönste Campinglatz Marokkos sein. Naja, mag sein. Unser Stellplatz war zunächst ebenfalls fantastisch – Blick raus aufs offene Meer. Dieser wurde allerdings dadurch getrübt, dass wir zwei Tage lang diesiges Wetter hatten und dadurch das Meer überhaut nicht gesehen haben. Daher gibt’s von diesem Teil der Reise auch keine Fotos.

Am 14.03. sind wir ins Landesinnere gefahren ins Vallée du Paradis, einem exponierten Spot inmitten des Gebirges, an dem kaskadenförmig angeordnete Seen im Normalfall ineinander fließen, allerdings  auf Grund des niedrigen Wasserstandes haben sie dies nur ansatzweise getan, ein Fließen war somit auch nur zu erahnen. Trotzdem – die Fahrt dorthin war interessant, hier ein paar Eindrücke

Auf dem Campingplatz ist regelmäßig Rashid Nahib, ein Maler, anzutreffen, der in Bonn Kunst und Kunstgeschichte studiert hat, in Agadir eine Galerie sein Eigen nennt und angeblich in Marokko einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Von ebendiesem Rahsid Nahib haben wir uns ein Bild auf unser Auto malen lassen – das Logo der Rallye Paris – Dakar.

Normalerweise steht noch der Schriftzug „Dakar“ unter dem Piktogramm des Touareg, da allerdings die Paris-Dakar mittlerweile in Südamerika ausgetragen wird, haben wir darauf verzichtet.

Am 15.03. ging’s dann weiter in Richtung Tafraoute und damit ins Berbergebiet. Unterwegs trifft man immer wieder auf Ziegenherden, die in den Arganbäumen herumklettern, um dort die Blätter und die Argannüsse wegzufressen, von denen sie aber nur die äußere Schale abknabbern – der innere Kern ist zu hart. Das Innere der Argannüsse wird nach dem Ernten zu Arganöl verarbeitet.

Hier ein paar Impressionen von der Strecke

Irgendwann tat sich dann eine Ebene auf und eine kleine Kasbah auf einem Berg war zu sehen – Kasbah Tizourgane. In dieser Kasbah leben noch drei Familien, eine betreibt ein Kaffee, eine tut irgendetwas anderes, was Geld einbringt und die dritte wird von den beiden anderen finanziert

Der Eintritt in die Kasbah beträgt 20 Dirham pro Person (runde 2 Euro), lohnt sich aber wirklich, denn das Innere ist sehr liebevoll restauriert. Zwar trifft man hier keinen Menschen, auch das Kaffee, welches von einer der hier lebenden Familien betrieben werden soll, ist nicht auffindbar, trotzdem ist es hier sehr nett.

Heute morgen haben wir eine ausgedehnte Klettertour in den Bergen rund um Tafraoute gemacht

und heute Nachmittag einer Argankooperative in Tafraoute einen Besuch abgestattet. Hier werden Argannüsse von marokkanischen Frauen geknackt und gemahlen und das daraus gewonnene Öl entweder als Speiseöl oder als kosmetisches Öl verkauft.

Das war’s dann auch schon für heute. Heiß isses!

2 Gedanken zu „Wo Ziegen auf Bäumen wachsen“

  1. Hallo das war wieder ein interessanter Bericht mit tollen Bildern. Die Baumziegen sind irre. Das Beste ist m.E. euer Logo.
    Das ist originell.
    Und die verschleierten Frauen durfte man einfach so fotografieren?
    Haltet ein bisschen nach Königin Lalla Salma Ausschau..
    Weiter viel Freude.
    LG
    Vera

  2. Hallo ihr beiden,
    heute melde ich mich auch mal wieder. Ich war ein paar Tage in Ketsch, von Michaels Computer wurde mein Kommentar nicht weitergeleitet. Aber euren Bericht habe ich gelesen.
    Die Bilder sind fantastisch. Die kletternden Ziegen habe ich schon einmal in einem Fernsehbericht gesehen. Wirklich sehr witzig.
    Aber was uns Frauen (ich glaube die anderen auch) noch sehr interessieren würde, sind Christinas neue Hosen. Vielleicht gibt es davon ja auch mal ein Bild.
    Fahrt ihr denn die ganze Zeit alleine? Wo sind die anderen Teilnehmer?
    Noch eine schöne Zeit, nicht ganz so viel Hitze und liebe Grüße von uns

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